Ihr qualifiziertes Hundetraining im Raum Bayreuth - durchdacht, artgerecht und lösungsorientiert

Philosophie


Unser Motto:
Freiheit durch Grenzen

Die meisten Hunde leben heute in unserer Gesellschaft sehr eng mit ihren Menschen zusammen und nehmen an vielen Bereichen des Lebens teil. Sie sind "Familienhunde", begleiten mit zum Einkaufsbummel, manche kommen sogar mit auf die Arbeit. Überall - wie auch beim normalen Spaziergang oder zuhause - begegnen ihnen andere Hunde, fremde Menschen und die unterschiedlichsten Umweltgegebenheiten.
Nicht selten zeigen Hunde aber auffälliges Verhalten, z.B. bei Hundebegegnungen oder wenn es darum geht, im Restaurant ruhig unter dem Tisch zu liegen. Andere Vierbeiner wiederum rennen Joggern nach oder zeigen Ängste. Manchmal stört auch einfach mangelnder Gehorsam im Alltag, wenn etwa der Rückruf ab und an ignoriert wird.
Die Probleme, die im Zusammenleben mit Hunden entstehen können, sind vielfältig - ebenso wie deren Ursachen. Neben genetischen Einflüssen spielen Lernerfahrungen, die das Tier gemacht hat, eine große Rolle. Der Welpenzeit kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Trotzdem lernen Hunde lebenslang - permanent! Häufig basiert den Menschen störendes Verhalten auch auf Missverständnissen im Umgang mit dem Hund: Dieser zieht dann andere Schlüsse als die gewünschten aus dem Verhalten seines Besitzers.

Erziehung ist mehr als "Sitz, Platz, Fuß"

Manche Hundebesitzer haben schon einiges an Mühe in das Hundetraining investiert, haben eine Begleithundeprüfung abgelegt und dennoch gibt es "Baustellen". Woran liegt das? Auch wir bringen unseren Hunden Sitz und Platz bei, jedoch ist für uns Zuverlässigkeit in der Ausführung, an verschiedenen Orten, wichtiger als Schnelligkeit und Exaktheit. Es geht im Alltag nicht um eine schicke eingeübte Performance, sondern um Verlässlichkeit! Zudem ist Erziehung weitaus vielschichtiger und umfasst noch viel wichtigere Aspekte als Sitz, Platz, Fuß. Erziehung hat mit der Auseinandersetzung mit einem Lebewesen zu tun. Damit, Vorgaben zu machen, die zum Wohle aller Beteiligten sind. Hierfür notwendige Grenzen zu setzen. Erziehung hat mit Vertrauen zu tun. Mit wohlwollendem Handeln. Mit Konflikten und deren Lösung.
Wir bewerten folgende Dinge in der Erziehung eines Hundes als vorrangig wichtig: Ein gutes Sozialverhalten und Umweltsicherheit. Die Nähe des Besitzers gerne annehmen und ihm voll vertrauen zu können. Ein "Nein" akzeptieren zu können. Ein guter Rückruf auch unter Ablenkung. Das Wissen darum, was Beute ist und was nicht (Maus ja, Radfahrer nein). Es tolerieren zu können, gerade mal nicht an der Reihe zu sein. Mal alleine bleiben zu können. Eine gute Leinenführigkeit und Orientierung am Menschen auch außerhalb des Hundeplatzes - eine Orientierung am Menschen, nicht am Futter oder Spielzeug!

Der Halter als Bezugspunkt

Eine Grundlage, um auftretende Schwierigkeiten, wie z.B. Pöbeleien an der Leine, lösen zu können, ist, dass der Hund es gelernt hat, sich an seinem Menschen zu orientieren und dass er dessen Vorgaben annehmen kann. Es mag in manchen Fällen mehr oder weniger gut funktionieren, den beispielsweise pöbelnden Hund mit Futter oder Spielzeug ablenken und so den anderen Hund passieren zu können - eine langfristige Verhaltensänderung ist mit einer solchen Umlenkung aber nicht möglich. Konflikte können nicht gelöst werden, indem man sie umgeht. Wäre es zudem nicht einfach schön, wenn Sie sich auf sich und Ihre Kommunikation mit dem Hund verlassen könnten und nicht immer darauf setzen müssen, dass der Keks Ihrem Hund gerade wichtiger ist als der entgegenkommende Hund oder das Reh (und wie oft ist der Keks nicht wichtiger...)? Wäre es nicht schön, wenn Sie Leckerlis geben können, aber Sie nicht abhängig sind von ihnen?

Auf die Beziehung kommt es an

Es entspricht dem Wesen eines Hundes, in einer klaren Sozialstruktur zu leben. Ist der Mensch derjenige, der die Regeln des Zusammenlebens festlegt und der Entscheidungsträger ist und kann dies seinem Hund auch übermitteln, kann der Hund dadurch Verantwortung abgeben und ist in der Folge entspannter. Der Mensch ist es ja zudem, der die Gefahren in der Umwelt, wie z.B. ein herannahendes Auto, erkennt und auch daher sollte er es sein, der "anleitet". Dieser höhere Status des Menschen stellt die Voraussetzung dar, damit gesetzte Grenzen vom Hund akzeptiert werden. Man erreicht diese Position weder durch Leckerligaben noch durch unangemessene Härte!
Gleichzeitig geht mit diesem Führungsanspruch aber auch die Verpflichtung einher, seinem Hund Sicherheit und Schutz zu bieten, wenn dieser Ängste zeigt oder ein anderes Problem hat. Weiß der Hund, an wen er sich anlehnen kann und nach wem er sich zu richten hat, kann ihm innerhalb dieses Rahmens dann viel Freiheit gewährt werden. Wo es möglich ist, kann er durch einen zuverlässigen Rückruf frei laufen. Durch die Möglichkeit der Einflussnahme auf das Verhalten des Hundes ist das gemeinsame Leben entspannter und jeder kann auf seine Kosten und zu seinen Rechten kommen.

Kurzum: Wir möchten den "Menschen" und den "Hund", ihre Beziehung zueinander und ihren Umgang miteinander ins Zentrum rücken und nicht Hilfsmittel, die laut Industrie angeblich zuhauf für das Hundetraining benötigt werden. Menschen und Hunde können mittels der Körper-Sprache so fein kommunizieren und Hunde können uns so gut lesen und einschätzen; es wäre schade, wenn man dies in der Hundeerziehung nicht berücksichtigen würde. 
Der individuelle Charakter des Hundes wie der seiner Halter findet bei uns im Training immer Beachtung, denn den Menschen und den Hund gibt es nicht!